Rechnungsprüfer

Verzugszinsen berechnen

In einer Mahnung stehen oft Zinsen. Wie hoch sie sein dürfen, regelt § 288 BGB – und das lässt sich nachrechnen.

Wie sich der Zinssatz zusammensetzt

Der gesetzliche Verzugszins hängt am Basiszinssatz nach § 247 BGB, den die Deutsche Bundesbank zum 1. Januar und zum 1. Juli neu festsetzt. Darauf kommt ein Aufschlag:

Ein höherer Zinssatz ist nur wirksam, wenn er ausdrücklich vereinbart wurde. Steht in einer Mahnung ein deutlich höherer Satz ohne solche Vereinbarung, lohnt die Nachfrage.

Und die Mahngebühr?

Für Mahnkosten gibt es keine gesetzliche Pauschale. Ersatzfähig ist nur der tatsächliche Aufwand – also Papier, Druck und Porto. Üblich sind 2 bis 5 € je Mahnung. Beträge von 10 € und mehr liegen erkennbar darüber.

Zwischen Unternehmen kommt zusätzlich eine Pauschale von 40 € nach § 288 Abs. 5 BGB in Betracht – aber nur dort, nicht gegenüber Privatpersonen, und nur einmal je Schuldverhältnis.

IBAN prüfen

Bei manipulierten Rechnungen wird meist nur die Kontonummer ausgetauscht. Die Prüfsumme verrät Zahlendreher und frei erfundene IBANs.

Das ganze Dokument prüfen

Diese Seite rechnet einzelne Werte nach. Die App nimmt die vollständige Rechnung oder Mahnung und prüft alles auf einmal: Pflichtangaben, Summen, Zuschläge, Preise und Bankverbindung. Mehr dazu.

Diese Rechner sind eine Rechenhilfe und keine Rechtsberatung. Ob im konkreten Fall überhaupt Verzug eingetreten ist, hängt von Fälligkeit, Mahnung und Vertrag ab und lässt sich hier nicht beantworten.